F.A.Q.
- Angenommen, wir würden zusammen arbeiten. Wie genau soll ich mir das vorstellen?
- Ist es nicht unrealistisch, von Menschen zu erwarten, dass sie innerhalb von nur drei Monaten ihr Verhalten ändern?
- Wie erkenne ich, welcher Coach der richtige für mich ist?
- Wie kann Coaching eigentlich trotz unserer langfristigen Prägungen "wirken"?
- Schneller – effektiver – besser... führt das nicht nur zu immer kompletterer Selbstausbeutung? Was habe ich als Mitarbeiter davon?
- Unterscheidet sich ein Coach von einem Management Coach, oder ist das nur Marketing?
Angenommen, wir würden zusammen arbeiten. Wie soll ich mir das vorstellen?
Ganz praktisch so: In unserem ersten 3-4stündigen Treffen würden wir Ihre Ziele und Motivation für unsere Zusammenarbeit definieren. Dann würden wir etwas auswählen, woran Sie innerhalb der nächsten Wochen intensiv arbeiten und Ergebnisse sehen möchten. Sie würden aus jeder Sitzung einige Hausaufgaben mitnehmen und mir zwischen den Treffen Rückmeldung geben oder Fragen stellen, wenn Sie das wünschen.
Wir würden uns dann ungefähr alle 4 Wochen treffen, und ausgehend von Ihren bisherigen Ergebnissen weiterarbeiten. Nach einigen Monaten werden Sie die Veränderungen, die am Anfang so schwierig aussahen, längst umgesetzt haben, und vielleicht noch ein ganz neues Ziele dazufügen. Nach ungefähr sechs Treffen haben Sie eine gute Grundlage, um allein weiterzuarbeiten, und werden nur noch in grösseren Abständen etwas besprechen wollen. Oder Sie suchen sich gleich die nächste grosse Herausforderung und entscheiden sich, weiter zusammenzuarbeiten. Wenn Ihnen das jetzt zu einfach klingt, lassen Sie sich nicht täuschen. Natürlich erfordert es eine Menge Erfahrung und Können, Dinge so zu gestalten, dass sie für Sie einfach umzusetzen sind!
Ist es nicht unrealistisch, von Menschen zu erwarten, dass sie innerhalb von nur drei Monaten ihr Verhalten ändern?
Allerdings – wenn ich versprechen würde, dass ich meine Kunden verändern könnte. Ich weiss nicht wie „man“ Menschen verändert, aber ich bin sehr erfolgreich darin, Menschen bei der selbstgewählten Veränderung ihres Lebens weiterzuhelfen. Verordnen lässt sich so etwas nicht. Unsere gemeinsamen Sitzungen oder Workshops sind „nur“ die Wegmarken auf dem Weg meiner Kunden zur Erreichung ihrer Ziele. Ebensoviel Veränderung findet durch das Lernen und Ausprobieren neuer Verhaltensweisen zwischen unseren Sitzungen bzw. Workshops statt. Was wir anbieten ist eine Lernumgebung, die Veränderung tatsächlich unterstützt.
Drei, vier Monate ist der kritische Zeitraum, um Veränderungen tatsächlich in Gang zu setzen. Danach werden weitere Veränderungen wesentlich einfacher, organischer, und undramatischer. Das liegt vor allem daran, dass Menschen in diesem Zeitraum lernen, Veränderung als etwas Natürliches zu akzeptieren und positiver zu sehen.
Wie erkenne ich, welcher Coach der richtige für mich ist?
Gute Frage. Müssen Sie sich wirklich perfekt im Dschungel der Coaching-Schulen auskennen, um beurteilen zu können, was Ihnen liegt? Ich kann nur empfehlen, eher auf Ihr Bauchgefühl zu vertrauen, nachdem Sie eine Vorauswahl nach Kriterien wie Ausbildung und Erfahrung getroffen haben. Entscheidend ist, in einem persönlichen Gespräch herauszufinden, ob Sie sich vorstellen können, mit diesem Menschen über sehr persönliche Inhalte zu sprechen. Ein guter Coach geht intensiv auf Ihre Aussagen und Reaktionen ein, und hilft Ihnen, neue Einsichten über Ihre Situation zu gewinnen. Sie sollten sich im Gespräch gefordert, gleichzeitig aber entspannt und sicher fühlen. Und es sollte unbedingt auch Spaß machen!
Wichtig ist, dass Ihr Coach versteht, was bei Ihnen funktionieren könnte. Natürlich wird sich das im Laufe der Zusammenarbeit immer weiter entwickeln, aber Ansatzpunkte müssten Sie schon im ersten Gespräch erkennen können. Das funktioniert wirklich: ich biete meinen Kunden an, sich eine Stunde Zeit zu nehmen für die Frage, was sie wissen müssen, um entscheiden zu können, zusammen weiterzuarbeiten. Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, widmen wir uns im Anschluss intensiv dem Thema, worum genau es gehen wird, und was konkret die Ziele sind. Und falls wir uns nicht einigen, war diese erste Stunde kostenlos. Rufen Sie mich an, damit wir einen Termin vereinbaren können!
Wie kann Coaching trotz unserer langfristigen Prägungen wirken?
In diesem Zusammenhang *Prägungen von Führungskräften* höre ich oft die Frage, was Coaching bei so geprägten Menschen überhaupt „ausrichten“ kann - kommt es überhaupt unter die Oberfläche? Schauen wir uns dazu einmal an, womit sich Führungstrainer in den vergangenen 30 Jahren eigentlich beschäftigt haben – die Entwicklung illustriert diese Frage recht anschaulich!
In den Anfängen hat man erst einmal Führungsverhalten trainiert, etwas handbuchartig, wenn-dann. Wie zum Beispiel „Klar kommunizieren“, recht bald sogar schon mit Video. Dies war sicher redlich und auch nützlich. Dann kam (2) die Zeit der Kompetenzebene: Sozialkompetenz, Changekompetenz, Dinge also, die schon tiefer liegen als das oberflächliche beobachtbare Verhalten. Mit der Vertiefung der Sozialkompetenz durch die systemische Ebene (3) haben wir noch später die Komplexität des sozialen Kontexts mit einbezogen. Noch später haben wir bemerkt, dass diese Niveaus ganz stark von der Einstellungsebene her gelebt werden und haben uns mit (4) Leadership Attitudes beschäftigt und in Programme eingebaut.
Was nun (5) Coaching auszeichnet, ist, dass es das Führungsparadigma nochmals verändert und bereichert, und nur so ist es wirklich wirksam: Es umfasst natürlich alle vorangegangenen Ebenen und nimmt die Ebene der Identität noch mit dazu. Also andersherum gefragt: was sonst kann etwas ausrichten – oder wie erklären Sie sich, dass ausgerechnet die Menschen mit den höchsten Ansprüchen an sich (und der wenigsten Zeit!) Coaching anderen Lernmöglichkeiten so deutlich vorziehen. Das ist ja das Spannende: im Coaching lernen Sie von sich selbst, angeregt und bereichert vom Coach.
Führungsverantwortliche, die nicht mehr an Veränderung von Kollegen und Mitarbeitern glauben, strahlen das auch aus. Führung ist Kulturbestandteil, ebenso Entwicklung von Führung. Wer hier klein denkt, hat die Bremse im Kopf und nicht die Zukunft! Der Unterschied zwischen „ihnen ein Feuer unterm Hinterteil anzuzünden“ – oder ein Feuer in ihnen... ist keineswegs semantisch, sondern liegt vor allem im Wirkungsgrad! Es ist kein Zufall, dass Menschen, die selbst Coaching erfahren haben, ihre Mitarbeiter anders begeistern können. Das Einmalige an Coaching ist etwa diese Überlegung: Lass uns doch mal schauen, was noch geht! Wo könnte ein kleiner neuer Schritt möglich sein? Wie könnte er aussehen? Dieser individuelle Ansatz hat viel für sich. Jeder von uns hat schon erlebt, was passiert, wenn sich jemand um ihn kümmert, er gute Tipps bekommt und mit Zuversicht loslegt!
Schneller – effektiver – besser... führt das nicht nur zu immer kompletterer Selbstausbeutung? Was habe ich als Mitarbeiter davon?
In dieser Frage stecken eine Menge Aspekte. Ich kann nur jedem empfehlen, sehr genau zu schauen, was Ihnen Spass macht, Sie interessiert und Ihnen nützlich erscheint. Natürlich können Sie keinen Beruf oder Arbeitsplatz finden, der Ihnen all das bietet (auch - und gerade - nicht die Selbständigkeit), aber irgendetwas an sollte Sie schon freuen und innerlich anspornen. Wer aus eigenem Interesse arbeitet, der ist keine Mietkraft – und fühlt sich auch nicht als eine. Was haben Sie letztlich von einem Job, der Ihnen gutes Geld bringt, der Leistungsdruck Ihnen aber Magenschmerzen bereitet – oder das Abteilungsklima auf Ihre Kreativität und Lebensgefühl schlägt. Arbeiten Sie mit einer Goldwaage im Selbstcoaching, das sollte echte Ungleichgewichte zu Tage bringen (nützliche Fragen verrate ich auf Anfrage!) Die Rechnung ist eigentlich simpel: Sie leisten einfach mehr in einer Umgebung, die Ihnen einigermaßen entspricht. Wieviel Sie bereit sind, in Ihre eigene On-the-job-Ausbildung zu investieren und auch langfristig auszuhalten, hängt nur von den Zielen ab, die Sie sich gesteckt haben. Und von Ihren Lebensregeln – und die sind so individuell wie Sie!
Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, können Sie im Rahmen der Anforderungen, die Ihr Job an Sie stellt, immer an sich arbeiten – d.h. Sie arbeiten an Ihren Zielen, auch wenn Sie das im Rahmen von Zielen anderer tun. So z.B. führt mehr Erfahrung gepaart mit dem Wunsch nach Verbesserung ganz zwangsläufig zu klarerem, strukturierterem Denken, präziseren, einprägsameren Formulierungen und der immer besseren Fähigkeit, andere für Ihre Pläne zu gewinnen. All das erhöht letztlich IHREN Wert: für sich selbst, und am Markt. Bedenken Sie, dass Ihr Gehalt eine Funktion aus drei Faktoren ist: dem Wert, der Ihnen zugeschrieben wird – dem Wert, den Sie dem Unternehmen liefern – und der Leichtigkeit, mit der Sie ersetzbar sind. Guess what: An allen drei Stellgrößen können Sie drehen!!
Jede Verbesserung erreicht ihren Zenit, danach wird mehr desselben nicht mehr als positiv erlebt – bzw. nicht im Verhältnis zum Aufwand stehend. Verbesserung ist immer relativ, und das selbst bei „harten Fakten“ wie z.B. Gehalt. Diese natürliche Anpassung nehmen wir immer wieder vor, wenn wir mit unseren Bedürfnissen im Einklang leben wollen. Es gibt immer einen Punkt, an dem es kippt. Achten Sie darauf, wo dieser Punkt bei Ihnen ist! Hier passt das Coaching-Prinzip: Am Anfang steht das Bewusstsein, dass Sie vielleicht nicht an den für Sie aktuell richtigen Hebeln ansetzen. Nach dem Bewusstsein kommt (oder auch nicht) der Wunsch nach Veränderung. Hören Sie in sich hinein: wollen Sie etwas anderes, oder nur etwas anders machen als bisher? Was und wie? Dann wäre der dritte Schritt der Entschluss zu handeln.
Helfen Sie Ihrem Chef, es Ihnen leichter zu machen – indem Sie so konkret wie möglich vorschlagen, was Sie brauchen. Erst wenn Sie ganz sicher wissen, dass das nicht geht, nutzen Sie dieses Wissen für Verhandlungen anderswo. Ansonsten gilt nämlich: woanders ist es auch nicht anders. SIE müssen anders auftreten – besser wissen, was Sie wollen, und was nicht – und damit die Initiative ergreifen! Wenn Sie sich gut um sich kümmern, werden das in der Regel auch andere tun.
Unterscheidet sich ein Coach von einem Management Coach, oder ist das nur Marketing?
Für mich kann ich die Frage so beantworten: ich nenne mich Management Coach, weil ich mit Managern an Führung arbeite. Zusätzlich zur Bezeichnung Coach – d.h. Prozessbegleiter-Fazilitator, der anregt, unterstützt, fördert und Sie auf Fragen bringt, die Sie sich vorher so nicht gestellt haben – ist das meine Spezialisierung. Ich arbeite im weitesten Sinne mit „Führungs-Kräften“, also Menschen, die sich und andere führen, an den verschiedensten Aspekten von Führung – von sich selbst, nach oben, nach unten, in kollegialen Beziehungen. Für mich ist Führung vor allem Handwerk, das man erlernen kann. Und das auf verschiedenen Ebenen völlig verschiedene handwerkliche - und einige persönliche – Anforderungen stellt.
In diesem Bereich verfüge ich über ein breites Erfahrungs- und Expertenwissen, das über die reine „Prozessrolle Coach“ hinausgeht. Hier habe ich nicht nur Erfahrungen, sondern manchmal auch Meinungen. In Ihre Entscheidungen mische ich mich allerdings nicht ein. Was Sie tun ist Ihre Sache. Ihnen die Fragen zu stellen, durch die Sie aus einer möglichst breiten Palette von Alternativen wählen können, die Sie selbst innerhalb unseres Gesprächs erarbeiten, ist meine.
Als Coach bin ich für meine Kunden einer der ganz wenigen Partner, die sie je hatten, um über den Tellerrand der eigenen Position und des oft notwendigen Profilierens im Unternehmen hinauszuschauen. Und oft der erste, mit dem sie über die ganz grundlegenden Ziele und Ansprüche an sich selbst gesprochen haben, die für sie über ihren Erfolg entscheiden. Gerade sehr leistungsfähige Menschen agieren ja v.a. aus innerem Antrieb heraus – und das, was die Gesellschaft längst beneidet und bewundert, reicht ihnen unter Umständen noch lange nicht.
Viele Menschen, mit denen ich arbeite, denken in Systemen und wissen, dass sie ihre Wirksamkeit nur entfalten können, wenn sie nicht nur ihre unmittelbaren Mitarbeiter, sondern komplexe Kontexte beeinflussen bzw. neu gestalten. Da wird es dünn – mit wem außer einem Management Coach können Sie hier in 3, 4 Stunden Konzepte entwickeln, die Ihnen einen echten Sprung nach vorn ermöglichen?

